Das erste Mal

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Visuelles Tagebuch 21.07.2016
Manuela Jäger
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Das erste Mal

Erst bei meinem Besuch bei Katjas Familie, habe ich erfahren das es ihr erstes Mal ist. Das erste Mal, dass sie einen Couchsurfer oder wie in unserem Fall 2 Couchsurfer zu Besuch haben. Und ich dachte ich komme zu Profis *kicher* Ich glaube die ersten Sofas auf denen man übernachtet werden immer etwas Besonderes sein. Genauso aber auch die ersten Gäste. Somit hatte ich eine echte Bürde zu tragen und denke, wir haben dieses Amt gut gemeistert.

Aber nun erstmal zur Erklärung wie wir uns kennen gelernt haben. Ich habe euch ja schon in den Beiträgen Mönchengladbach und Obernkirchen von meinem ersten Aufruf bei www.couchsurfing.de erzählt und das sich darauf hin wirklich viele, tolle Leute gemeldet habe, die mich Anfänger in die Geheimnisse des Couchsurfens einführen wollten. So meldete sich auch Katja, die mit ihrer 9 jährigen Tochter, trotz Schulpflicht 6 Monate Südostasien bereist hat. Das allein fand ich ja schon sehr spannend. Aber auch das Wissen, das Katja in einer Partnerschaft lebt und diese Reise ohne ihren Mann gemacht hat, hat mich neugierig gemacht. Diese Parallele zu uns wollte ich auch mal näher beleuchten.

Tipps von Freunden

Bisher bin ich ja eher ein Sightseeing Muffel. Kirchen, öffentliche Gebäude etc, haben noch nicht meinen Fokus auf sich gezogen in der Vergangenheit. Das Telefonat mit einer lieben Freundin und Kollegin aus Aachen einen Tag zuvor, hat mich aber dazu bewegt doch mal darüber nachzudenken. Astrid ( ja Astrid über dich schreibe ich hier) empfahl mir uuuunbedingt den Aachener Dom anzuschauen. Er sei natürlich nicht so prunkvoll wie der Kölner Dom, dafür aber umso imposanter und eindrucksvoller was das Interieur angeht. Okay, ich denke drüber nach.

Start in tolle Tage

16 Uhr sind wir in Aachen gelandet und wurden sofort herzlich aufgenommen. Das Wetter wurde genutzt und wir spazierten zum nächsten Spielplatz. Das fand Tia natürlich super. Die Mädchen konnten sich direkt beschnuppern und ich Katja und Helge aushorchen über ihre 6 monatige Reise bzw das Zurückbleiben.

Die Reise wollten die Drei zusammen machen. So der Plan A. Doch leider wurde ein Plan B daraus, als es bei Helge beruflich nicht klappte und Katja mit Anouk alleine reisen wollte. Für beide Eltern war klar, das es eine Herausforderung wird, aber zu keinem Zeitpunkt wurde in Frage gestellt, das Katja dieses Abenteuer nicht starten sollte.

Katjas Vorteil ist, sie hat aufgrund ihres Berufs in der Entwicklungshilfe schon in unterschiedlichen Ländern wie z.b. Indonesien gelebt hat.

Wenn ihr wissen wollt wo genau die Beiden alles waren, was sie erlebt haben, kann ich gerne den Kontakt herstellen und ihr könnt sie löchern.

Helge habe ich auch ausgequetscht. Denn mich interessiert auch der Part von demjenigen der zu Hause bleibt. Schließlich ist das auch nicht so einfach zu wuppen. Frau weg. Kind weg. Beziehung weg. Lebensmittelpunkt weg. Angst um die Familie. Allein sein. Das alles sind Punkte die uns auch betreffen und über die ich mich mit meinem Mann zu Hause auch austausche. Das alles sind Punkte, die man nicht unter den Teppich kehren sollte und im Auge haben sollte. Denn die Reise betrifft nicht nur mich und meine Tochter. Es geht auch um meine Söhne. Meinen Mann. Meine Ehe. Die Vater-Kind-Beziehung. Und was nicht noch alles mehr.

Anouk versprach uns, das der Papa am Abend die weltbeste Pizza macht. Und was soll ich sagen, von Helge würde ich mich jeder Zeit wieder bekochen lassen. Was für ein entspanntes Kennenlernen, ausfragen dürfen und gemütliches ausklingen lassen bei tollen Fotos einer beeindruckenden Reise.

Sightseeing für Anfänger

Am nächsten Morgen beratschlagten wir, was wir denn sehen wollen von Aachen, was kinderfreundlich ist, damit sie die Minis nicht langweilen und was man so alles gesehen haben muss. Da wir ja nicht 4 Wochen in Aachen bleiben konnten, haben wir uns auf dem Fußweg in die Stadt gemacht. Der erste Stop war tatsächlich der Aachener Dom. Und ich kann sagen, danke Astrid für den Tipp. Unser Glück war auch, das Helge, Katja und auch Anouk so viel über den Dom zu erzählen wussten, das wir quasi eine professionelle Domführung mit Geschichten, Sagen und allem was dazu gehört, bekommen haben. Wir wissen jetzt z.B. warum es sich unterschiedlich anfühlt, wenn man am Tor den beiden Löwen den Finger ins Maul steckt.

So könnte ich nun noch weiter von Aachen vorschwärmen, aber das würde den Rahmen hier sprengen.

Das nächste Highlight wartete am Abend auf uns. Der Chio. Das ist das Weltfest des Pferdes und weit über die Grenzen hinaus bekannt. Jedes Jahr findet es in Aachen statt und die Pferdewelt versammelt sich. Jedes Jahr ist ein anderes Land Partner und die Geschichte zieht sich durch die Veranstaltung. Wir waren bei der Eröffnungsfeier dabei. Warum die Eröffnungsfeier Dienstags statt findet obwohl schon einige Turniere Tage zuvor ausgetragen werden, erschließt sich mir nicht, aber das ist bestimmt auch nicht wichtig.

Tia war hin und weg, DENN sie hat eine richtige Königin gesehen. Und ganz viele Pipi Langstrümpfe, und Ronja die Räubertochter und ach noch so viele mehr aus dem Land von  Astrid Lindgren.  Somit war auch die Königin von Schweden diejenige die Eröffnungsrede hielt und nur wenige Meter entfernt an uns vorbei gefahren ist. Ein Traum für jede kleine Prinzessin. Noch aufgeregter dürfte aber Anouk gewesen sein. Sie hatte ein Statistenrolle und durfte mit ganz vielen andern süßen Kindern als Pipi Langstrumpf in die Arena einlaufen. Was für ein Traum. Das hätte ich als Kind auch gerne gemacht. Okay, mit ordentlich Pippi in der Hose, aber egal, war ja ne Freiluftveranstaltung.

Diesen Abend wird Tia so schnell nicht mehr vergessen. Mein kleines Dorfmädchen *schmacht*

Scheintot, sind wir beide um 22.45 Uhr auf dem Sofa eingeschlafen und haben von Pipis, Michels von Lönebergas und Königinnen geträumt.

Der Abschiedstag

Den Morgen haben wir so gemütlich wie möglich rum bekommen, denn es hat geregnet. So hatten sich die Pläne für das Drei-Länder-Eck zerschlagen. Aber, hey Aachen, ich komme wieder und dann sehen wir uns das auch noch an. Familienbilder waren auch noch ein Muss. Okay, für die 2 großen Jungs hätten wir das ausfallen lassen könne, aber was sein muss, muss sein. Und ich habe echt Gas gegeben sie nicht unnötig zu quälen. Aber wie man auf den Bilder sieht, haben sie es sich auch nicht nehmen lassen den Bildern ihre eigene Note zu verleihen. Genau dafür liebe ich es Menschen mit der Kamera zu zeigen. Zu zeigen wie sie sind. Im richtigen Leben und nicht im sterilen Studio. Einfach herrlich!

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5 Kommentare
  1. Astrid Ebert
    Astrid Ebert says:

    Ohhh…was für schöne und tolle Bilder meiner geliebten Heimat 😍❤
    Und jaaa…ich stehe dazu, der Aachener Dom ist viel schöner als der Kölner 😉 Kleiner aber viel wärmer! Und wenn dann unsere Coach da ist, dann kommt ihr wieder und ich zeige euch sehr sehr gerne noch viel mehr von Aachen und dem Dreiländereck. Und es war sooo schön, dass wir dich und Tia wenigstens kurz in unserem Chaos empfangen durften.

    Antworten
  2. vera rosenbaum
    vera rosenbaum says:

    Schöne Fotos von unserer tollen Stadt. Danke dafür. Ab Montag sind wir in maaseik. Sofa ( Bett) wäre reserviert. Wenn du die wunderschönen maasplassen (maasseen) kennenlernen möchtest oder die wilden königlichen Pferde mal aus der Nähe bewundern und fotografieren magst……du weißt wie und wo du mich findest.

    Antworten
    • Manuela Jäger
      Manuela Jäger says:

      Huhu Vera, ich habe Dein Sofa/Bett auch noch ganz feste im Hinterkopf, allerdings geht es für uns nun erstmal weiter in den Norden und dann in den Süden.
      Aber irgendwann ziehen wir ja vielleicht wirklich mal zusammen mit den Kameras los. Das wäre bestimmt lustig.

      Antworten
  3. Bonnie
    Bonnie says:

    Nicht nur in der Menschenfotografie eine talentierte Künstlerin! Wunderschöne Bilder und selbst bei unspektakulären Motiven mit viel Liebe zum Detail. Weiter so! Alles Gute! Deine neue Leserin 😉

    Antworten

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